Vermögensberater Jobs
Vermögensberater und Anlageberater betreuen Kunden bei Geldanlage, Wertpapieren und Vermögensaufbau. Je nach Institut reicht das Spektrum von der Filialberatung bis zum Wealth Management für größere Vermögen. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen: In aller Regel bilden eine Bankausbildung und Beratungserfahrung im Wertpapiergeschäft die Basis, häufig ergänzt um Weiterbildungen wie den Bankfachwirt oder eine Zertifizierung als Finanzanlagenfachmann.
Vermögensberater Jobs in Zahlen
Auswertung der aktuell 339 offenen Stellen in dieser Kategorie auf banken-jobs.com, täglich aktualisiert.
Wie verläuft der Weg in die Vermögensberatung?
Der Weg in die Vermögensberatung führt in aller Regel über das Privatkundengeschäft. Berater, die im Wertpapiergeschäft überzeugen, übernehmen zunächst gehobene Privatkunden und wachsen anschließend in die Betreuung größerer Vermögen hinein. Die Institute staffeln ihre Betreuung dafür in Segmente: Auf die Filialberatung folgen Individualkundenbetreuung, Private Banking und Wealth Management, jeweils mit höheren Anforderungen an Fachwissen und Betreuungstiefe. Ein Studium ist dafür keine Pflicht, beschleunigt den Aufstieg aber vor allem bei Privat- und Großbanken.
Inhaltlich geht die Arbeit weit über den Kauf einzelner Wertpapiere hinaus. Vermögensberater erstellen Anlagevorschläge entlang des Risikoprofils, prüfen die Geeignetheit jeder Empfehlung und dokumentieren die Beratung nach den Vorgaben der Wertpapieraufsicht. Bei größeren Vermögen kommen Ruhestandsplanung, Immobilien im Bestand, Stiftungsthemen und die Vermögensnachfolge hinzu. Dafür arbeiten Berater eng mit Spezialisten des eigenen Hauses zusammen, etwa aus dem Kreditgeschäft oder der Versicherungssparte, und stimmen sich mit den Steuerberatern der Kunden ab.
Über die im Einstieg üblichen Abschlüsse hinaus haben sich Zertifikatsprogramme etabliert, beispielsweise der Certified Financial Planner oder Qualifikationen für die Nachfolge- und Generationenberatung. Einige Institute finanzieren berufsbegleitende Studiengänge privater Hochschulen. Verpflichtend ist in jedem Fall der Sachkundenachweis für die Anlageberatung, der bei der Aufsicht angezeigt wird.
Stellen schreiben alle Institutsgruppen aus, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sparkassen und Genossenschaftsbanken bauen eigene Private-Banking-Einheiten auf und betreuen vermögende Kunden zunehmend zentral für mehrere Filialbereiche. Privatbanken machen die Vermögensbetreuung zum Kerngeschäft, Landesbanken konzentrieren sich auf sehr große Vermögen und institutionelle Kunden. Der Alltag lebt von langfristigen Kundenbeziehungen: Depotgespräche folgen einem festen Turnus, in unruhigen Marktphasen verdichtet sich die Kommunikation, und neue Kunden gewinnen Berater überwiegend über Empfehlungen. Termine finden je nach Segment auch beim Kunden zu Hause oder im Unternehmen statt.
Häufige Fragen zu Vermögensberater Jobs
Welche Voraussetzungen brauche ich als Vermögensberater bei einer Bank?
Grundlage sind in aller Regel eine Bankausbildung oder ein wirtschaftliches Studium sowie mehrjährige Erfahrung in der Wertpapierberatung. Verpflichtend ist der Sachkundenachweis für die Anlageberatung. Daneben achten Institute auf Diskretion, ein gepflegtes Auftreten und die Fähigkeit, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, denn Vermögenskunden wechseln ihren Berater ungern.
Was ist der Unterschied zwischen Vermögensberater und Private Banker?
Die Begriffe überschneiden sich, die Grenze zieht jedes Institut selbst über die Vermögenshöhe seiner Segmente. Vermögensberater betreuen häufig gehobene Privatkunden in der Fläche, Private Banker größere Vermögen mit erweitertem Leistungsumfang, etwa Vermögensverwaltung, Finanzplanung und Nachfolgethemen. Die Tätigkeit unterscheidet sich eher in der Tiefe als in der Art.
Wie unterscheiden sich Bankberater von freien Vermögensberatern?
Angestellte Berater arbeiten mit Festgehalt, die aufsichtsrechtliche Erlaubnis und die Haftung liegen beim Institut. Freie Vermögensberater benötigen eine eigene Gewerbeerlaubnis oder ein Haftungsdach und verdienen überwiegend über Provisionen oder Honorare. Bei Banken ist die Produktpalette stärker an das eigene Haus gebunden, dafür entfällt das unternehmerische Risiko.
Ist der Quereinstieg in die Vermögensberatung möglich?
Ohne Erfahrung im Wertpapiergeschäft ist der direkte Einstieg selten. Realistischer ist der Umweg über die Filial- oder Kundenberatung, in der sich Beratungspraxis und Sachkunde aufbauen lassen. Quereinsteiger mit Vertriebshintergrund aus Versicherung oder Finanzvertrieb haben Chancen, wenn sie Wertpapierkenntnisse nachweisen und die vorgeschriebene Sachkunde erwerben.