Privatkundenberater Jobs
Der Privatkundenberater ist das Gesicht seiner Bank. Er begleitet Kunden über Jahre hinweg durch Kontoeröffnung, Vorsorge, Baufinanzierung und Geldanlage und kennt deren Lebenssituation oft besser als jeder andere im Haus. Diese Rolle stellt die größte Gruppe offener Stellen bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken, sowohl in der Geschäftsstelle als auch in der medialen Beratung.
Privatkundenberater Jobs in Zahlen
Auswertung der aktuell 608 offenen Stellen in dieser Kategorie auf banken-jobs.com, täglich aktualisiert.
Privatkundenberatung als Kern des Filialgeschäfts
Kein anderer Bereich einer Bank hat so viele Berührungspunkte mit Menschen. Privatkundenberater führen Gespräche über Gehaltskonten und Ratenkredite ebenso wie über Altersvorsorge, Bausparverträge und die erste eigene Immobilie. Die Beratung folgt dabei einem ganzheitlichen Ansatz: Nicht das einzelne Produkt steht am Anfang, sondern die finanzielle Situation des Kunden und die Frage, welche Vorhaben in den nächsten Jahren anstehen.
Die Vorsorgeberatung durchzieht diese Tätigkeit stärker als jedes andere Thema. In den Ausschreibungen auf banken-jobs.com ist sie der mit Abstand häufigste inhaltliche Schwerpunkt, gefolgt von der Wertpapier- und Anlageberatung. Beide Felder verlangen Sachkundenachweise, die Institute im Rahmen der Einarbeitung oder berufsbegleitend vermitteln.
Verändert hat sich der Ort der Beratung. Neben die klassische Geschäftsstelle sind mediale Einheiten getreten, in denen Berater ihre Kunden per Telefon und Video betreuen. Viele Häuser schreiben inzwischen ausdrücklich Stellen für die digitale oder reaktive Beratung aus, teils standortunabhängig. Für Bewerber erweitert das die Auswahl erheblich, denn die Bindung an eine bestimmte Filiale entfällt.
Die Bankausbildung bildet den Regelzugang und wird in knapp der Hälfte der Ausschreibungen genannt. Darauf setzen die Institute Qualifizierungsstufen auf, die über den Bankfachwirt bis zur Spezialisierung auf Vermögens- oder Immobilienkunden führen. Genossenschaftsbanken und Sparkassen schreiben zusammen den weit überwiegenden Teil dieser Stellen aus, verteilt über das gesamte Bundesgebiet und damit auch abseits der Großstädte. Wer sich fachlich weiterentwickeln möchte, wechselt später in die Individualkunden- oder Vermögensberatung, wer Führung anstrebt, in die Leitung einer Geschäftsstelle.
Häufige Fragen zu Privatkundenberater Jobs
Welche Aufgaben hat ein Privatkundenberater?
Er betreut einen festen Kundenstamm in allen Fragen des privaten Bankgeschäfts. Dazu gehören Kontoführung und Zahlungsverkehr, Konsumenten- und Baufinanzierungen, Altersvorsorge und Versicherungsthemen sowie die Geldanlage in Spar- und Wertpapierprodukten. Hinzu kommen die Gewinnung neuer Kunden und die Vorbereitung von Beratungsgesprächen anhand der Kundenhistorie.
Brauche ich eine Bankausbildung als Privatkundenberater?
In aller Regel ja, die abgeschlossene Bankausbildung ist der übliche Zugang und wird in fast der Hälfte der Ausschreibungen ausdrücklich verlangt. Institute öffnen jedoch einen Teil der Stellen für Bewerber mit kaufmännischer Ausbildung und Vertriebserfahrung und qualifizieren diese berufsbegleitend nach. Für Anlage- und Vorsorgeberatung kommen Sachkundenachweise hinzu.
Was verdient man als Privatkundenberater?
Die Vergütung richtet sich bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken nach den jeweiligen Tarifwerken und damit nach Eingruppierung, Berufserfahrung und übertragener Verantwortung. Privatbanken vergüten außertariflich, häufig mit variablen Bestandteilen. Die konkrete Einordnung nennt in aller Regel die Stellenausschreibung oder das Vorstellungsgespräch.
Wie entwickelt man sich aus der Privatkundenberatung weiter?
Der häufigste Weg führt über die Spezialisierung auf anspruchsvollere Kundensegmente, etwa in die Individualkundenberatung oder das Private Banking. Alternativ öffnen sich Fachlaufbahnen in der Baufinanzierung, im Wertpapiergeschäft oder im Firmenkundenbereich. Wer Führungsverantwortung anstrebt, übernimmt eine Geschäftsstelle oder ein Beratungsteam.