Treasury Jobs

Das Treasury steuert Liquidität, Zinsbuch und Refinanzierung einer Bank und verwaltet die Eigenanlagen im Depot A. Treasurer disponieren die tägliche Liquidität, sichern Zinsänderungsrisiken ab und bewirtschaften Wertpapierbestände. Jobs im Treasury und Cash Management gibt es in Instituten jeder Größenordnung, von der Sparkasse bis zur Landesbank. In aller Regel werden ein wirtschaftswissenschaftliches Studium oder eine Bankausbildung mit Kapitalmarktbezug erwartet.

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78 Stellen

Treasury Jobs in Zahlen

Auswertung der aktuell 78 offenen Stellen in dieser Kategorie auf banken-jobs.com, täglich aktualisiert.

Häufigste BenefitsHomeoffice / Mobiles Arbeiten (51 %)Weiterbildung & Entwicklung (51 %)Flexible Arbeitszeit (44 %)Jobticket / Deutschlandticket (41 %)Betriebliche Gesundheit & Sport (38 %)

Zwischen Geldmarkt und Zinsbuch: so arbeitet das Treasury

Der Arbeitstag im Treasury folgt dem Rhythmus der Märkte. Am Morgen verschaffen sich Treasurer einen Überblick über Zahlungsströme, Fälligkeiten und die Lage an Geld- und Kapitalmarkt, danach werden Geschäfte abgeschlossen: Tages- und Termingelder, Wertpapierkäufe für den Eigenbestand, Zinsswaps zur Steuerung des Zinsbuchs. Größere Häuser begeben zusätzlich eigene Refinanzierungsinstrumente, etwa Pfandbriefe oder Schuldscheindarlehen, und betreiben ein eigenes Sicherheitenmanagement für besicherte Geschäfte.

Aufsichtsrechtlich gilt eine strikte Funktionstrennung: Wer handelt, darf die Geschäfte nicht selbst abwickeln und kontrollieren. Das Treasury arbeitet deshalb eng verzahnt mit der Abwicklung, dem Risikocontrolling und dem Meldewesen, das die aufsichtlichen Liquiditätskennzahlen berechnet. In den Sitzungen des Aktiv-Passiv-Komitees laufen die Fäden zusammen, dort wird die Zinsbuchstrategie mit dem Vorstand abgestimmt.

Die Organisation unterscheidet sich stark nach Institutsgröße. Sparkassen und Genossenschaftsbanken führen das Treasury meist als kleines Team innerhalb der Gesamtbanksteuerung, dort verantwortet ein Mitarbeiter oft mehrere Themen von der täglichen Disposition bis zum Eigenanlagenbestand. Landesbanken, Großbanken und Förderbanken unterhalten dagegen spezialisierte Einheiten mit eigenen Desks für Geldhandel, Emissionen, Collateral Management und Asset Liability Management.

Für den Einstieg bieten sich mehrere Wege an:

  • Traineeprogramme mit Station in der Gesamtbanksteuerung oder im Handel
  • der interne Wechsel aus Controlling, Meldewesen oder Wertpapierabwicklung
  • Treasury-Lehrgänge der Verbundakademien sowie Kapitalmarktzertifikate für Bankpraktiker

Gefragt sind Entscheidungssicherheit unter Zeitdruck, ein solides Verständnis für Zinsinstrumente und Barwertlogik sowie Sorgfalt im Umgang mit Limiten. Programmierkenntnisse sind kein Muss, erleichtern aber die Arbeit mit Handels- und Steuerungssystemen erheblich.

Häufige Fragen zu Treasury Jobs

Wie kommt man ins Treasury einer Bank?

Drei Wege sind üblich: ein Traineeprogramm mit Kapitalmarktschwerpunkt direkt nach dem Studium, der interne Wechsel aus angrenzenden Bereichen wie Controlling oder Wertpapierabwicklung und die gezielte Weiterbildung als Bankpraktiker über Treasury-Lehrgänge der Akademien. Bei kleineren Instituten hilft es, sich früh in der Gesamtbanksteuerung zu positionieren, weil Nachfolgen dort oft intern besetzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Treasury und Handel?

Der klassische Handel agiert im Kundenauftrag oder betreibt Market Making, während das Treasury die eigene Bilanz der Bank steuert. Treasurer schließen zwar ebenfalls Handelsgeschäfte ab, ihr Ziel ist aber die Sicherung von Liquidität und Zinsergebnis, nicht der kurzfristige Handelsgewinn. In kleineren Instituten verschwimmen die Rollen, dort übernimmt das Treasury beide Aufgaben.

Braucht man ein Mathematikstudium für Treasury-Jobs?

Nein, ein Mathematikstudium ist nur für stark quantitative Rollen relevant, etwa in der Modellierung von Zinsrisiken bei großen Häusern. Im Tagesgeschäft zählen Verständnis für Finanzinstrumente, sauberes Arbeiten mit Steuerungssystemen und Marktgespür mehr als höhere Mathematik. Wer Derivate und Barwertrechnung beherrscht, erfüllt die fachliche Basis für die meisten Positionen.

Was bedeutet Depot A und Depot B?

Das Depot A umfasst die Wertpapiere, die eine Bank auf eigene Rechnung hält, etwa als Liquiditätsreserve und zur Ertragssteuerung. Das Depot B bezeichnet die für Kunden verwahrten Bestände. Treasurer bewirtschaften ausschließlich das Depot A und entscheiden dort über Käufe, Verkäufe und Laufzeitenstruktur im Rahmen der vom Vorstand beschlossenen Anlagerichtlinien.

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