Das Wichtigste in Kürze
- Das Medianentgelt von Bankkaufleuten lag 2025 bundesweit bei 5.980 € brutto im Monat. Ein Viertel verdiente weniger als 4.687 €, ein Viertel mehr als 7.341 € (amtliche Statistik).
- Auszubildende erhalten je nach Tarifbereich und Jahr zwischen 1.313 € und 1.620 € im Monat. Nach der Ausbildung beginnt das Tarifgehalt bei rund 3.000 € bis 3.200 €.
- Das Gehalt wächst vor allem mit den Berufsjahren: Die Tariftabellen staffeln jede Gruppe über bis zu elf Jahre, in einer mittleren Tarifgruppe macht das ein Drittel mehr aus.
- Weiterbildung zahlt sich messbar aus: Bankkaufleute auf Spezialisten-Ebene, etwa nach dem Bankfachwirt, kamen 2025 auf einen Median von 6.681 €.
- Hinzu kommen tarifliche Zusatzleistungen: Im privaten Bankgewerbe sind Sonderzahlungen von mindestens einem 13. Gehalt garantiert, dazu kommen je nach Haus betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen und mehr als 30 Urlaubstage.
- Ältere und erfahrene Bankkaufleute verdienen deutlich mehr: Ab 55 Jahren lag der Median bei 6.491 €.
Wie hoch ist das Gehalt als Bankkaufmann?
Die belastbarste Antwort gibt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, der auf der amtlichen Beschäftigungsstatistik aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten beruht. Für Bankkaufleute wies er für das Jahr 2025 ein Medianentgelt von 5.980 € brutto im Monat aus, bei über 236.000 erfassten Beschäftigten. Die Hälfte der Gehälter lag zwischen 4.687 € und 7.341 €. Das Alter macht dabei den größten sichtbaren Unterschied, denn es bündelt Berufsjahre, Tarifstufen und erreichte Positionen:
| Auswertung (Vollzeit, 2025) | Median | unteres Viertel bis | oberes Viertel ab |
|---|---|---|---|
| Deutschland gesamt | 5.980 € | 4.687 € | 7.341 € |
| Alter unter 25 | 4.007 € | 3.621 € | 4.455 € |
| Alter 25 bis unter 55 | 6.043 € | 4.825 € | 7.328 € |
| Alter ab 55 | 6.491 € | 5.224 € | 7.784 € |
Monatliche Brutto-Medianentgelte sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter, Beruf Bankkaufleute (KldB 72112), Beschäftigungsstatistik 2025. Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen im August 2026.
Gehaltsspannen: mittlere 50 % nach Alter (2025)
Deutschland gesamt 4.687–7.341 €
Alter unter 25 3.621–4.455 €
Alter 25 bis unter 55 4.825–7.328 €
Alter ab 55 5.224–7.784 €
Angaben in € brutto im Monat
Eine Branchen-Zeile erübrigt sich bei diesem Beruf fast: Rund 96 % der erfassten Bankkaufleute arbeiten im Finanz- und Versicherungsgewerbe, der Branchen-Median liegt mit 5.977 € praktisch auf dem Gesamtwert. Die Statistik erfasst dabei alle Erfahrungsstufen und Funktionen vom Serviceberater bis zur Filialleitung. Entsprechend breit fällt die Spanne aus, und die folgenden Abschnitte zeigen, wovon die Position innerhalb dieser Spanne abhängt.
Was verdienen Auszubildende und Berufseinsteiger?
Schon in der Ausbildung zahlt die Kreditwirtschaft überdurchschnittlich, allerdings je nach Tarifbereich unterschiedlich. Die aktuellen Sätze der drei öffentlich belegbaren Säulen:
| Tarifbereich | 1. Jahr | 2. Jahr | 3. Jahr |
|---|---|---|---|
| Privates Bankgewerbe (seit 01.07.2026) | 1.400 € | 1.470 € | 1.550 € |
| Öffentliche Banken (seit 01.11.2025) | 1.496 € | 1.558 € | 1.620 € |
| Genossenschaftsbanken (seit 01.08.2025) | 1.313 € | 1.374 € | 1.446 € |
| Genossenschaftsbanken (ab 01.08.2026) | 1.443 € | 1.504 € | 1.576 € |
| Öffentlicher Dienst/TVAöD (seit 01.05.2026) | 1.368,26 € | 1.418,20 € | 1.464,02 € |
Monatliche Ausbildungsvergütungen nach Tarifbereich. Quellen: Gehaltstabellen ver.di (privates Bankgewerbe, öffentliche Banken), Vergütungstarifvertrag des AVR, TVAöD-Lesefassung der VKA; für Sparkassen kann der Besondere Teil des TVöD abweichen. Stand August 2026.
Ausbildungsvergütung vom 1. bis zum 3. Ausbildungsjahr je Tarifbereich
Öffentliche Banken 1.496–1.620 €
Genossenschaftsbanken (ab 08/2026) 1.443–1.576 €
Privates Bankgewerbe 1.400–1.550 €
Öffentlicher Dienst (TVAöD) 1.368–1.464 €
Angaben in € brutto im Monat
Nach der Abschlussprüfung folgt der Sprung auf das volle Tarifgehalt. Im privaten Bankgewerbe ist die Tarifgruppe 4 laut Manteltarifvertrag die Gruppe für Tätigkeiten nach abgeschlossener Berufsausbildung. Bei den Genossenschaftsbanken setzt die Vergütungsgruppe B1 laut Tarifwerk genau die Fachkenntnisse voraus, die die Ausbildung zum Bankkaufmann vermittelt. So sieht der tarifliche Einstiegskorridor aus:
| Tarifwelt (Ausbildungsgruppe) | Einstieg (1.–2. Jahr) | Endstufe der Gruppe |
|---|---|---|
| Privates Bankgewerbe (TG 4) | 3.032 € | 3.793 € (10. Berufsjahr) |
| Öffentliche Banken (TG 4) | 2.981 € | 3.730 € (10. Berufsjahr) |
| Genossenschaftsbanken (B1) | 3.205 € | 3.576 € (ab 9. Tätigkeitsjahr) |
Monatliche Grundvergütungen der Ausbildungs-Einstiegsgruppen; privates Bankgewerbe ab 01.07.2026, öffentliche Banken ab 01.11.2025 (Zuordnung der TG 4 nach den Tätigkeitsmerkmalen des bis 2020 gemeinsamen Tarifwerks), Genossenschaftsbanken ab 01.05.2026. Quellen: ver.di-Gehaltstabellen, AVR-Vergütungstarifvertrag, Manteltarifvertrag privates Bankgewerbe.
Tariflicher Korridor nach der Ausbildung: vom Einstieg bis zur Endstufe der Gruppe
Genossenschaftsbanken (B1) 3.205–3.576 €
Privates Bankgewerbe (TG 4) 3.032–3.793 €
Öffentliche Banken (TG 4) 2.981–3.730 €
Angaben in € brutto im Monat
Als Faustregel gilt damit: Der tarifliche Einstieg nach der Ausbildung beginnt bei rund 3.000 € bis 3.200 € im Monat, und schon ohne Gruppenwechsel wächst er innerhalb der Ausbildungsgruppe um mehrere hundert Euro. Ablauf, Inhalte und Voraussetzungen der Ausbildung selbst behandelt unser Artikel zur Ausbildung zum Bankkaufmann.
Welcher Tarifvertrag bestimmt das Gehalt?
Bankkaufleute arbeiten ganz überwiegend in tarifgebundenen Häusern, und die Tarifwelt des Arbeitgebers setzt den Rahmen für Grundgehalt, Sonderzahlungen und Arbeitszeit. Vier Systeme teilen sich die Branche: das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken mit jeweils neun Tarifgruppen nach Berufsjahren, der TVöD mit Sparkassen-Teil für die kommunalen Sparkassen sowie das AVR-Tarifwerk der Volksbanken und Raiffeisenbanken mit den Vergütungsgruppen A1 bis C3. Eingruppiert wird überall nach der konkreten Tätigkeit, nicht nach dem Abschluss: Ein Bankkaufmann im Kundenservice liegt in einer anderen Gruppe als einer in der gehobenen Firmenkundenberatung.
Die Unterschiede zwischen den Säulen betreffen weniger den Einstieg als die Mechanik dahinter, etwa die Stichtage der Erhöhungen oder den variablen Vergütungsanteil von 8 % im Genossenschaftsbereich. Wie die vier Tarifwerke im Einzelnen funktionieren, welche Abschlüsse gerade gelten und welche Häuser wohin gehören, erklärt ausführlich unser Artikel zum Tarifvertrag der Banken.
Wie entwickelt sich das Gehalt mit Berufserfahrung?
Berufsjahre sind im Bankgewerbe ein eigener Gehaltsfaktor, denn die Tariftabellen staffeln jede Gruppe über bis zu elf Jahre. Wie stark das wirkt, zeigt die mittlere Tarifgruppe 5 des privaten Bankgewerbes, in der beratende Tätigkeiten beginnen:
| Berufsjahr (TG 5, privates Bankgewerbe) | Monatsbrutto |
|---|---|
| im 1. bis 2. Berufsjahr | 3.157 € |
| im 3. bis 4. Berufsjahr | 3.328 € |
| im 5. bis 6. Berufsjahr | 3.499 € |
| im 7. bis 8. Berufsjahr | 3.675 € |
| im 9. Berufsjahr | 3.843 € |
| im 10. Berufsjahr | 4.018 € |
| im 11. Berufsjahr | 4.199 € |
Monatliche Grundgehälter der Tarifgruppe 5 im privaten Bankgewerbe nach Berufsjahren, Tabellenstand ab 01.07.2026. Quelle: Gehaltstabellen der Gewerkschaft ver.di, Fachgruppe Bankgewerbe.
Ein Plus von rund einem Drittel ganz ohne Beförderung. Hinzu kommt der Aufstieg in höhere Gruppen, wenn Verantwortung und Schwierigkeitsgrad der Aufgabe steigen, etwa vom Serviceberater zum Privatkundenberater und weiter in die Vermögens- oder Firmenkundenberatung. Beide Effekte zusammen spannen die Tariftabelle mit wachsender Erfahrung immer weiter auf:
Spanne der Tariftabelle nach Berufsjahren (niedrigste bis höchste besetzte Tarifgruppe)
im 1. bis 2. Berufsjahr 2.674–3.157 €
im 5. bis 6. Berufsjahr 2.971–3.972 €
im 7. bis 8. Berufsjahr 3.157–4.582 €
im 11. Berufsjahr 4.199–5.908 €
Angaben in € brutto im Monat
Die amtliche Altersstaffel bildet genau das ab: Unter 25 Jahren, also in den ersten Berufsjahren, lag der Median 2025 bei 4.007 €, in der mittleren Altersgruppe bei 6.043 €, ab 55 Jahren bei 6.491 €. Oberhalb der Tariftabellen beginnt der außertarifliche Bereich, in dem Filialleiter, Spezialisten und Führungskräfte ihre Gehälter frei verhandeln. Dort ist auch das obere Viertel der Statistik zu Hause, das bei den über 55-Jährigen erst ab 7.784 € begann.
Welche Zusatzleistungen kommen zum Grundgehalt?
Das Tarifgehalt ist nur ein Teil des Pakets. Im privaten Bankgewerbe garantiert der Manteltarifvertrag betriebliche Sonderzahlungen von mindestens 100 % eines Monatsgehalts im Jahr, das klassische 13. Gehalt, dazu 30 Arbeitstage Urlaub bei einer 39-Stunden-Woche. Im TVöD steigt die Jahressonderzahlung ab 2026 auf einheitlich 85 % eines Monatsentgelts, bei Sparkassen ergänzt um eine eigene Sparkassensonderzahlung mit leistungsabhängigen Bestandteilen.
Was Arbeitgeber darüber hinaus bieten, haben wir aus unserem eigenen Stellenbestand ausgewertet. In den Stellenausschreibungen auf banken-jobs.com nannten zum Stichtag 31. August 2026 57 % der Privatbank-Anzeigen eine betriebliche Altersvorsorge, bei Sparkassen waren es 35 %, bei Volksbanken und Raiffeisenbanken 31 %. Mit mehr als 30 Urlaubstagen warben 43 % der Sparkassen-Anzeigen und 42 % der Privatbank-Anzeigen, mit vermögenswirksamen Leistungen rund ein Viertel der Verbund-Anzeigen. Auffällig ist der Homeoffice-Abstand: 45 % der Privatbank-Anzeigen stellten mobiles Arbeiten heraus, bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken war es gut ein Viertel. Privatbanken werben also deutlich offensiver mit Zusatzleistungen, während Tarif-Häuser vieles davon stillschweigend über den Tarifvertrag abdecken.
Wie steigert Weiterbildung das Gehalt?
Der wirksamste eigene Hebel ist die Aufstiegsfortbildung. Die amtliche Statistik führt Bankkaufleute mit Spezialisten-Qualifikation, typischerweise nach dem Abschluss als Bankfachwirt, als eigene Gattung, und der Abstand ist deutlich:
| Qualifikationsebene (Vollzeit, 2025) | Median | unteres Viertel bis | oberes Viertel ab |
|---|---|---|---|
| Bankkaufleute (Fachkraft) | 5.980 € | 4.687 € | 7.341 € |
| Bankkaufleute-Spezialist | 6.681 € | 5.433 € | 7.928 € |
Monatliche Brutto-Medianentgelte, KldB 72112 (Fachkraft) und 72113 (Spezialist), Beschäftigungsstatistik 2025. Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen im August 2026.
Gehaltsspannen: Fachkraft und Spezialist im Vergleich (2025)
Fachkraft 4.687–7.341 €
Spezialist 5.433–7.928 €
Angaben in € brutto im Monat
Rund 700 € Unterschied im Median entsprechen einem Plus von etwa 12 %, und die gesamte Spanne verschiebt sich nach oben. Der klassische Weg dorthin ist der Bankfachwirt, die in den Anforderungsprofilen der Banken am häufigsten verlangte Aufstiegsfortbildung. Darauf aufbauend führen der Bankbetriebswirt und Führungsfunktionen weiter in den außertariflichen Bereich.
Aktuelle Stellen für Bankkaufleute
Wer die eigene Gehaltsspanne realistisch einordnen will, vergleicht am besten konkrete Ausschreibungen, denn dort zeigen sich Tarifbereich, Anforderungsprofil und Zusatzleistungen im Zusammenhang. Die passenden Positionen bündeln bei uns die Bereiche Bankkaufmann-Jobs und Bank-Ausbildung:
Offene Stellen für Bankkaufleute
Aktuell 1.573 offene Stellen für Bankkaufleute bei Banken und Sparkassen.
Fazit
Das Bankkaufmann-Gehalt ist gut planbar: Die Ausbildung zahlt zwischen 1.313 € und 1.620 €, der Tarifeinstieg liegt bei rund 3.000 € bis 3.200 €, der Median des Berufs bei knapp 6.000 €, und Berufsjahre wie Weiterbildung heben die Spanne verlässlich weiter an. Wer zusätzlich auf die Tarifwelt seines Arbeitgebers und die Zusatzleistungen achtet, holt aus derselben Stelle spürbar mehr heraus. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten!
Häufige Fragen zum Bankkaufmann-Gehalt
Ergänzend beantworten wir vier Fragen, die zum Gehalt von Bankkaufleuten besonders häufig gestellt werden.
Was verdient ein Bankkaufmann direkt nach der Ausbildung?
Der tarifliche Einstieg liegt bei rund 3.000 € bis 3.200 € brutto im Monat: Die amtliche Tarifübersicht für das private Bankgewerbe weist für Tätigkeiten nach abgeschlossener Ausbildung 3.032 € im 1. bis 2. Berufsjahr aus, die Einstiegsgruppe B1 der Genossenschaftsbanken liegt bei 3.205 €. Hinzu kommen Sonderzahlungen, im privaten Bankgewerbe mindestens ein 13. Gehalt.
Verdient man bei einer Sparkasse oder einer Privatbank mehr?
Ein pauschaler Sieger lässt sich seriös nicht ausrufen, denn die Tabellen unterscheiden sich in Systematik und Stichtagen, und die Eingruppierung hängt von der konkreten Stelle ab. Belegbar ist: Die Einstiegs- und Azubi-Sätze der Säulen liegen nah beieinander. Unterschiede entstehen eher über Sonderzahlungen, variable Anteile und den außertariflichen Bereich, der bei Privat- und Großbanken früher beginnt. In unserer Auswertung warben Privatbanken zudem deutlich häufiger mit Zusatzleistungen wie betrieblicher Altersvorsorge und Homeoffice.
Wie viel verdient ein erfahrener Bankkaufmann?
Mit den Berufsjahren steigen die Tarifstufen, und die amtliche Statistik zeigt die Wirkung: In der Altersgruppe ab 55 lag der Median 2025 bei 6.491 € brutto im Monat, das obere Viertel begann bei 7.784 €. Wer zusätzlich eine Aufstiegsfortbildung abschließt oder in den außertariflichen Bereich wechselt, liegt darüber.
Lohnt sich der Bankfachwirt finanziell?
Die Statistik spricht dafür: Bankkaufleute auf Spezialisten-Ebene kamen 2025 auf einen Median von 6.681 € gegenüber 5.980 € auf Fachkraft-Ebene, ein Abstand von rund 700 € im Monat. Der Bankfachwirt ist der klassische Weg auf diese Ebene und zugleich Sprungbrett für weitere Stufen bis in Führungspositionen.






